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Bodenpotenziale

Beispielbild zu Potenziale der Böden in DeutschlandFoto 1: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Beschreibung

Für die Landwirtschaft spielt die Produktionsfunktion der Böden und damit die natürliche Bodenfruchtbarkeit eine entscheidende Rolle. Ein gesunder Boden ist mit seinen Eigenschaften, Potenzialen und Funktionen die Basis für hohe Flächenerträge, gleichzeitig aber auch die Basis einer nachhaltigen Landwirtschaft und verantwortungsvollen Bodennutzung.

Der Kartendienst zeigt das ackerbauliche Ertragspotential der Böden in Deutschland nach dem Müncheberger Soil Quality Rating (SQR). Zusätzlich werden die in die Bewertung einfließenden Basis- und Gefährdungsindikatoren aufgelistet und dargestellt:

  • Basisindikatoren:

    • Bodenarten
    • Humusvorrat
    • Bodenstruktur
    • Packungsdichte im Unterboden
    • effektive Durchwurzelungstiefe
    • Bodenwasserdargebot
    • Grundwassertiefstand
    • Hangneigung
  • Summe der Basisindikatoren
  • Gefährdungsindikatoren (GI) als Ergebnis der Bewertung

    • Versauerungsgefährdung (GI 4)
    • Gründigkeit (GI 6)
    • Trockenheitsgefährdung (GI 7)
    • Steingehaltes im Wurzelraum (GI 11)
  • Ertragslimitierende Faktoren nach Bewertung der Gefährdungsindikatoren
  • Höhe der Gefährdungsindikatorwerte
  • Ackerbauliches Ertragspotential; Müncheberger Soil Quality Rating (SQR)

Zielgruppe

Bundesländer, Bundesverwaltung, Landwirtschaft, Regionalplanung, Forschung und Lehre, Allgemeinheit, Industrie, Umwelt- und Sozialverbände

Wissenschaftlicher Hintergrund

Das Müncheberger Soil Quality Rating (SQR) wurde vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschafts-forschung (ZALF) entwickelt und bewertet einen Standort in einer Skala zwischen 0 und 102 Punkten.
Es dient der Bewertung der Eignung von Böden für die landwirtschaftliche Nutzung sowie der Abschätzung des Ertragspotenzials im globalen Maßstab. Die Methode wurde durch die Mitglieder der AG Boden für die Anwendung auf Bodendaten nach der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA5) angepasst.
Zunächst wird ein Standort mit Hilfe von acht Basisindikatoren wie beispielsweise dem Bodensubstrat oder der effektiven Durchwurzelungstiefe klassifiziert und bewertet. Zusätzlich werden Gefährdungsindikatoren betrachtet wie z.B. die Versauerungs- oder die Trockenheitsgefährdung. Das ackerbauliche Ertragspotential ergibt sich durch Verrechnung aus der Summe der Basisindikatoren und dem Gefährdungsindikator, der die jeweils die höchste Gefährdung anzeigt.

Datengrundlagen sind:

  • Landnutzungsdaten aus dem Datensatz CORINE Land Cover 2006 (UBA)
  • nutzungsdifferenzierte Bodenübersichtskarte von Deutschland 1:1.000.000 (BÜK1000N) (BGR)
  • Höhendaten aus dem DGM50 des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG)
  • klimatische korrigierte Niederschlagsdaten des Sommerhalbjahres des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Zeitraum 1961–1990
  • klimatische FAO Grasreferenzverdunstungsdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Zeitraum 1961–1990

Kategorie

Kartenmaterial

Herausgeber

  • Titel Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
  • Strasse und Hausnummer Stilleweg 2
  • 30655 Hannover
  • Land Deutschland

Fachliche Ansprechperson

Besondere Merkmale

OGC: WMS 1.3.0 mit einem Layer

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